MS-Therapiezentrum - Mit alternativer Behandlung die Krankheit bewältigen

Hohen-Sülzen. Die Diagnose Multiple Sklerose (MS) trifft jeden Patienten zunächst einmal hart. Ängste tun sich auf und Zweifel, wie es nun weitergehen kann. Erste Bilder drängen sich auf, wie zum Beispiel prominente Betroffene, die man zeitweilig im Rollstuhl sitzen sieht. Dennoch senden diese Bilder auch ein positives Signal: Trotz dieser Erkrankung ist es ganz offensichtlich möglich, einen so anspruchsvollen und kräftezehrenden Job auszuüben. Demnach muss die Multiple Sklerose doch ganz offensichtlich in den Griff zu bekommen sein.

Jede MS unterscheidet sich von einer anderen mehr oder weniger deutlich. Manche MS-Patienten verspüren erste Schübe, dann jedoch passiert erst einmal für lange Zeit gar nichts mehr. Sie sind symptomfrei. Manche Beschwerden verschwinden von ganz alleine und kommen gar nicht oder erst nach einem langen Zeitraum wieder. Der Ausblick auf ein Leben im Rollstuhl verrät nichts über die eigene Krankheitsprognose.

Die Multiple Sklerose zeigt - im Unterschied zu vielen anderen Erkrankungen - besonders viele unterschiedliche Verlaufsformen. Eindeutige Beweise liefert  ein MRT-Bild bzw. kann eine Lumbal-Punktion darbringen. Doch bis der MS-Patient zu diesen Untersuchungen gelangt, sind oftmals schon einige Arztbesuche und Klinikaufenthalte vorausgegangen, ohne dass eine eindeutige Diagnose gestellt werden konnte. Es kommt relativ häufig vor, dass zunächst eine psychische bzw. psychosomatische Störung vermutet wird. Erst das MRT-Bild, das die Entzündungsherde im zentralen Nervensystem sichtbar macht, erlaubt schließlich eine klare Diagnose.

Liegt erst einmal der eindeutige MS-Befund vor, können Therapiemaßnahmen eingeleitet werden. Gängige Praxis bei Schubszenarien ist das Verabreichen individuell hoch dosierter Cortisongaben. Hat sich die akute Schubsymptomatik beruhigt, werden in aller Regel verlaufsmodifizierende Behandlungsformen im Sinne einer langfristigen Immuntherapie angewandt. Diese so genannten etablierten MS-Therapien sollen Schübe verringern und die weitere Progression der Multiplen Sklerose eindämmen. Bei der begleitenden symptomatischen Therapie werden weitere vielfältige Methoden angewandt, zum Beispiel aus dem Bereich der Physio- und Ergotherapie mit dem Ziel, die Mobilität und somit die  Lebensqualität des MS-Patienten so umfangreich und lange wie möglich zu erhalten.

Neben der rein medikamentösen Therapie existiert seit 30 Jahren eine alternative, rein ernährungsorientierte und antientzündliche Behandlungsform. Gemäß einer Fallbeobachtungsstudie, die in Zusammenarbeit des MS-Therapiezentrums Hohen-Sülzen mit der Universität Frankfurt im Jahr 2002 erfolgte - gelingt es bei über 80% der untersuchten MS-Erkrankungen, eine weitere Progression zu verhindern, d.h. die MS zum Stillstand zu bringen. Eine kleine Sensation, vor allem auch angesichts der Tatsache, dass dieses Ergebnis nicht auf das schubförmige Stadium beschränkt ist, sondern gerade auch im chronisch-progredienten Stadium zu erwarten ist, wo bisher keine Therapie einen Stillstand bewirken konnte.