Akademie für Akupunktur

Köln. Für Skeptiker der Komplementärmedizin steht diese konträr zur klassischen Schulmedizin. Für Dr. Susanna Schreiber, Gründerin und Leiterin der mittlerweile seit 20 Jahren und vis-a-vis zum Dom (be)stehenden IAN-Akademie sind reflexartige Abwehrhaltungen gegenüber alternativen Behandlungsmethoden wie beispielsweise die Akupunktur wenig stichhaltig. Denn der Alltag der erfahrenen Spezialistin im Bereich komplementärmedizinische Ausbildung sieht anders und vor allem vielseitiger aus, als manch Einbahnstraßendenken es sich jemals ausmalen könnte. In den großzügigen und freundlichen Behandlungs- und Schulungsräumen der Internationalen Akademie für Angewandte Akupunktur und Natürliche Heilweisen (IAN) finden sich regelmäßig "klassische Schulmedizinerinnen- und Mediziner" ein, um sich von Dr. Susana Schreiber beispielsweise zum Master der Komplementärmedizin ausbilden zu lassen oder auch, um Kurse im Bereich Akupunktur, Naturheilverfahren, Homöopathie, Psychosomatische Grundversorgung, Interdisziplinäre / Ganzheitliche Schmerztherapie oder auch Ernährungs-, Bewegungs- und Atemmedizin zu belegen. Oder aber, sie belegen deutschlandweite und in Arztpraxen durchgeführte Kurse, deren kompetente Referenten neueste Erkenntnisse der Komplementärmedizin praxisnah vermitteln. Dabei bieten die Kurse gleich mehrfachen Mehrwert: Zum einen sind sie alle von der Ärztekammer anerkannt und zudem mit CME-Fortbildungspunkten, die im Rahmen der Fortbildungsverpflichtung von GKV-Vertragsärzten und Fachärzten an Krankenhäusern erworben werden müssen, zertifiziert. Zum anderen bieten sie spannende und tiefe Einblicke in die Welt und Möglichkeiten der Alternativen Medizin.

Komplementärmedizin heißt miteinander und nicht entweder-oder

Was die Komplementärmedizin besonders auszeichne, so Dr. Susanna Schreiber, sei ihr integrativer Charakter. So verstehe sich die Alternative Medizin als Ergänzung zur Schulmedizin und nicht als deren Gegner. Das haben mittlerweile auch viele Ärzte mit schulmedizinischer Ausbildung für sich entdeckt - nicht zuletzt auch, weil das Interesse der Patientinnen und Patienten stetig zunimmt. Im Wachsen begriffen ist zudem auch das Gebiet der Erforschung der unterschiedlichen Ansätze im Bereich Komplementärmedizin und deren Wirksamkeit. Schließlich dienen die Ergebnisse als Basis, um gegenüber den Krankenkassen konkrete Argumente ob der positiven Effekte alternativer Heilmethoden vorweisen zu können - zum Wohle der Patientinnen und Patienten und nicht zuletzt auch als "Portfolio"-Erweiterung für Ärzte, die ihren Patientinnen und Patienten auch Alternativen zu schulmedizinischen Behandlungsmethoden anbieten möchten.

 

Dass die Nachfrage nach komplementärmedizinischen Verfahren nicht nur in Deutschland zunimmt, beweist eine Studie von DAKOMED - Dem Schweizer Dachverband Komplementärmedizin vom April 2014. Bei der repräsentativen Umfrage gaben beispielsweise 29 Prozent der Befragten an, Komplementärmedizin durch einen Arzt genutzt zu haben, während es 37 Prozent durch einen Therapeuten und 36 Prozent durch Selbstanwendung genutzt haben. Nur 26 Prozent haben dies noch nie getan. Frauen sind dabei die häufigeren Nutzerinnen. Hinzu kommt, dass im Schnitt über die Hälfte der Befragten dafür ist, dass die Deckung der Komplementärmedizin in der Grundversicherung der Krankenkassen enthalten sein sollte. Das zeigt (zumindest aus Schweizer Sicht) wie große die Akzeptanz der Komplementärmedizin in der breiten Bevölkerung ist und dass Zusatzausbildungen in diesem Bereich, wie sie die IAN-Akademie in Köln und Deutschlandweit und auch auf ihrer Homepage http://www.ianmed.de/ anbietet, immer wichtiger werden. Ebenso von großer Bedeutung sind die IAN-Patientenseminare zu Fragen rund um die Komplementär- oder Alternativmedizin und auch die Kooperationen mit internationalen Partnereinrichtungen und Spezialisten. Hierdurch, so Dr. Susana Schreiber abschließend, werde nicht nur der Austausch von Wissenschaftlern nachhaltig unterstützt und gefördert, sondern auch Sorge dafür getragen, das eigene Wissen immer wieder und im Dialog mit anderen Experten auffrischen zu können. Das gelte auch für die Forschungsvorhaben, die durchgeführt und geplant werden und der Evaluierung der Effizienz natürlicher Heilweisen zugutekommt.